Abwesenheitsdauer aus durchschnittlichen Arbeitsstunden
Bei einer ganztägigen Abwesenheit bestimmt die Einstellung Ganztagsdauer, wie viele Stunden pro Abwesenheitstag angerechnet werden. Die vier Durchschnittsmethoden verwenden die bisher erfasste Arbeitszeit. Sie unterscheiden sich darin, welche Tage und welcher Zeitraum in den Durchschnitt einfliessen.
Die Einstellung findest du unter Organisation → Verträge → Abwesenheitsarten, in der gewünschten Abwesenheitsart bei den Zeiten.
Die vier Berechnungsmethoden
In den folgenden Formeln bedeutet Arbeitsstunden die Summe der berücksichtigten Arbeitszeit im Bezugszeitraum. Kalendertage sind die Tage dieses Zeitraums, abzüglich der unten beschriebenen früheren Abwesenheitstage.
| Auswahl in JobDone | Berechnung pro ganzem Abwesenheitstag | Bezugszeitraum |
|---|---|---|
| Durchschnittliche Jahresarbeitsstunden | Arbeitsstunden ÷ Tage mit berücksichtigten Arbeitseinträgen | Bis zu ein Jahr vor der Abwesenheit, frühestens ab Vertragsbeginn. |
| Durchschnittliche Arbeitsstunden im Kalenderjahr (5-Tage-Woche) | Arbeitsstunden ÷ Kalendertage × 7 ÷ 5 | Bis zu ein Jahr vor dem Beginn der zusammenhängenden Abwesenheit. |
| Durchschnittliche Arbeitsstunden im Kalenderjahr (7-Tage-Woche) | Arbeitsstunden ÷ Kalendertage | Bis zu ein Jahr vor dem Beginn der zusammenhängenden Abwesenheit. |
| Durchschnittliche Arbeitsstunden in Kalenderwochen | Arbeitsstunden ÷ Kalendertage × 7 ÷ 5 | Die eingestellte Anzahl Wochen vor dem Beginn der zusammenhängenden Abwesenheit. |
Der wichtigste Unterschied: Bei Durchschnittliche Jahresarbeitsstunden zählen nur Tage mit berücksichtigten Arbeitseinträgen. Bei den Kalender-Methoden zählen auch Tage ohne Arbeitseintrag mit, beispielsweise Wochenenden oder arbeitsfreie Tage. Die 5-Tage-Varianten rechnen diesen Kalenderdurchschnitt auf fünf Tage pro Woche um. Sie filtern die Arbeitseinträge nicht auf Montag bis Freitag.
Die Jahresvarianten schauen bis zu ein Jahr zurück. Der Zeitraum ist nicht fest auf Januar bis Dezember begrenzt. Die Wochenvariante schaut entsprechend um die eingestellte Anzahl Wochen zurück; sie betrachtet nicht ausschliesslich abgeschlossene Kalenderwochen von Montag bis Sonntag.
Beispiel: Ein Arbeitstag mit 10 Stunden, danach krank
Eine Person beginnt ihren Vertrag am Montag der ersten Woche. In dieser Woche hat sie einen genehmigten, abgeschlossenen Arbeitseintrag mit 10 Stunden. Am Montag der zweiten Woche wird sie für einen ganzen Tag krank erfasst. Weitere Arbeitseinträge oder frühere Abwesenheiten gibt es nicht.
Vor dem Krankheitstag liegen somit sieben Kalendertage, aber nur ein Tag mit einem Arbeitseintrag.
| Methode | Rechnung | Stunden für den Krankheitstag |
|---|---|---|
| Durchschnittliche Jahresarbeitsstunden | 10 h ÷ 1 Arbeitstag | 10 h |
| Kalenderjahr, 5-Tage-Woche | 10 h ÷ 7 Kalendertage × 7 ÷ 5 | 2 h |
| Kalenderjahr, 7-Tage-Woche | 10 h ÷ 7 Kalendertage | ca. 1 h 26 min |
| Kalenderwochen, beispielsweise mit 4 Wochen Rückblick | Seit Vertragsbeginn liegen erst 7 Kalendertage vor: 10 h ÷ 7 × 7 ÷ 5 | 2 h |
Die 10 Stunden bei der ersten Methode entstehen, weil der einzige bisherige Arbeitstag 10 Stunden lang war. Ein volles Jahr mit Arbeitseinträgen ist dafür nicht erforderlich.
Besteht der Vertrag schon länger, können bei den Kalender-Methoden mehr Tage ohne Arbeitseintrag im Bezugszeitraum liegen. Der Tageswert kann dann kleiner ausfallen. Bei der ersten Methode senken solche Tage ohne Arbeitseintrag den Durchschnitt nicht.
Welche Einträge werden berücksichtigt?
- Berücksichtigt werden genehmigte und abgeschlossene Arbeitseinträge, die nicht gelöscht sind.
- Mehrere berücksichtigte Arbeitseinträge am gleichen Tag werden für die erste Methode zu einer Tagessumme zusammengezählt.
- Einzelne Arbeitseinträge mit einer Dauer über 20 Stunden werden bei diesen Durchschnittsberechnungen nicht berücksichtigt.
- Geplante Schichten und vertragliche Sollstunden ersetzen keine erfassten Arbeitseinträge. Ohne berücksichtigte Arbeitseinträge ergibt sich ein Durchschnitt von 0 Stunden.
Vertragsbeginn und frühere Abwesenheiten
Bei den Kalender-Methoden reicht der Rückblick höchstens bis zum Beginn der Beschäftigung seit der letzten Vertragslücke. Direkt anschliessende Vertragsperioden können deshalb gemeinsam in den Rückblick einfliessen.
Frühere Abwesenheiten mit derselben Durchschnittsmethode werden bei den Kalender-Methoden zusammen betrachtet; bei der Wochenvariante muss auch die eingestellte Wochenanzahl übereinstimmen. Die dabei ermittelten früheren Abwesenheitstage werden vom Kalenderzeitraum abgezogen. Es werden somit nicht pauschal sämtliche früheren Abwesenheiten abgezogen.
Für zusammenhängende Abwesenheiten mit passenden Einstellungen wird der Beginn der Abwesenheitskette als Bezugspunkt verwendet. Dadurch wandert der Rückblick nicht einfach mit jedem weiteren Krankheitstag weiter.
Abwesenheitsdauer und Stundenkonti
Die Formeln oben erklären den berechneten Tageswert einer ganztägigen Abwesenheit. Wie diese Dauer auf Istzeit, Sollzeit oder Überstunden wirkt, wird zusätzlich über die Vertragskonfiguration festgelegt. Weitere Informationen findest du unter Verträge und Abwesenheiten erstellen und genehmigen.